Höchstadt/Aisch DB I, 24.11.2011 - Einen einsatzreichen Tag erfuhren die Feuerwehren aus den Dienstbereichen I und II am Donnerstag.
Begonnen hatte die Einsatzserie um 14:49 Uhr für die FF Höchstadt/Aisch. Die Mannschaft wurde von der ILS Nürnberg zu einer Personenrettung nach Höchstadt/A. gerufen. Beim Eintreffen der Besatzung in Staffelstärke mit dem TLF 16/25 befand sich bereits die hilflose Person in der Obhut des Rettungsdienstes, ein Eingreifen war deshalb nicht mehr notwendig.
Bereits eine Minute nach dem ersten Alarm folgte der Zweite. Um 14:50 Uhr alarmierte die ILS Nürnberg zu einem Zimmerbrand in die Finkenstraße nach Höchstadt/A. Da es sich um ein Paralleleinsatz handelte, wurde neben dem Löschzug der FF Höchstadt/Aisch die FF Adelsdorf (TLF 16/25, DL 23/12) und die FF Stadt Herzogenaurach (TLF 16/25, DLK 23/12) alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte an der Einsatzstelle wurde eine 42jährige Frau von Ersthelfern betreut. Der unter PA vorgehende Angriffstrupp konnte im Wohnzimmer das Feuer entdecken und ablöschen. Um die Wohnung des Einfamilien - Wohnhauses wieder rauchfrei zu bekommen, wurde ein Lüfter in Stellung gebracht. Nach den bisherigen polizeilichen Erkenntnissen kam es beim Befüllen eines Kaminofens mit Ethanol zu einer Stichflamme, welche die Kleidung der Hausbewohnerin in Brand setzte. Die Verletzte wurde nach einer notärztlichen Versorgung vor Ort mit Verbrennungen 2. bis 3. Grades mit dem RTH Christoph 27 in das Klinikum Nürnberg geflogen.
Am frühen Abend folgte der nächste Einsatz, diesmal für die FF Etzelskirchen und FF Höchstadt/Aisch. Ein Kastenwagen befuhr die Staatsstraße 2263 von Etzelskirchen in Richtung Limbach. Auf Grund einer mit Steinen verschmutzten Fahrbahn platze an dem Fahrzeug ein Reifen. Glücklicherweise behielt der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug. Die Feuerwehren wurden zur Reinigung der Fahrbahn angefordert.
Der vierte Alarm folgte rund eine Stunde später: Der Polizei wurde eine ungewöhnliche Beobachtung am Gremsdorfer Gewerbepark mitgeteilt. Demnach wurde ein LKW-Fahrer beobachtet, der sich mit einer Atemschutzmaske an der Ladefläche seines Lastzuges zu schaffen machte. Nachdem der Lastzug anschließend den Parkplatz in Richtung BAB A 3 verlassen hatte, konnte eine größere Menge weißes Pulver an der Parkfläche festgestellt werden. Die mitgeteilten Umstände ließen auf ein Gefahrgut schließen. Um 21:07 Uhr wurde die FF Höchstadt/A., FF Gremsdorf, FF Herzogenaurach, Feuerwehr Erlangen (Gefahrgutzug) und der Inspektionsdienst alarmiert. Bis zum Eintreffen des Gefahrgutzuges der Feuerwehr Erlangen wurde der Rastplatz an der Tankstelle weiträumig abgesperrt.
Ein PA-Trupp der FF Gremsdorf stellte mit einem C-Rohr den Brandschutz sicher. Die Gefahrenstelle wurde weitflächig ausgeleuchtet. Ein Trupp der Feuerwehr Erlangen, ausgerüstet mit „Einmal-Schutzanzügen“, nahm die noch unbekannte Substanz auf. Diese wurde luftdicht verpackt und sichergestellt. Nach rund 2 Stunden war auch dieser Einsatz beendet. Die Polizei hat eine Fahndung nach dem wahrscheinlich aus Slowenien stammenden Lastzug eingeleitet. Bis zur Aufklärung der Einsatzlage vor Ort verweilten die Fahrzeuge der FF Herzogenaurach an einem Bereitstellungsraum in Höhe Heßdorf. Der sichergestellte Stoff soll heute (25.11.2011) durch Spezialisten der Gefahrgutgruppe der VPI Erlangen untersucht werden.
Eingesetzte Einheiten:
Feuerwehr: FF Höchstadt/A. Kdow, Rüstzug,
FF Herzogenaurach ELW, HLF 20/16, RW 2, TLF 24/50 mit P 250 (Bereitstellungsraum)
FF Gremsdorf: LF 10/6, LF 8
FF Stadt Erlangen: EFD (ELW), LF 16/12-B, WLF AB G, LKW
I-Dienst Lkr ERH: KBI H. Johna, KBM R. Kugler, Pressestelle (2)
Rettungsdienst: EL RD, RTW BRK Höchstadt/Aisch
Polizei: PI Höchstadt/Aisch
Bericht: Pressestelle KFV ERH