Nürnberg - In der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 2011, Wechsel von Sommerzeit auf Winterzeit, ging gegen 02:10 (Winterzeit) die Meldung eines Kellerbrandes in der Austraße in Nürnberg bei der Integrierten Leistelle Nürnberg ein.
Die ersten Kräfte der Feuerwehr stellten schnell fest, dass die zuerst leichte Rauchentwicklung aus dem Keller des Hauses in der Austraße schnell stärker wurde und bereits das Treppenhaus und einige Wohnungen im Gebäude erreicht hatte. Personen machten sich im Brandhaus an Fenstern bemerkbar. Der Einsatzleiter Feuerwehr alarmierte sofort weitere Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes nach.
Die ersteingesetzten Kräfte übernahmen nun die Rettung der Personen an den Fenstern mittels tragbarer Leitern und einer Drehleiter, Trupps im Gebäude retteten die Bewohner des Hauses aus ihren Wohnungen. Parallel begann die Brandbekämpfung im Keller und die Entrauchung des Treppenhauses. Aus dem Gebäude gerettet werden konnten schlussendlich 13 Bewohner samt eines Kaninchens, welches der Bewohner eilig im Käfig mit aus der Wohnung trug.
Der Rettungsdienst begutachtete alle geretteten Bewohner. Vier wurden daraufhin in Krankenhäuser gebracht. Die restlichen Bewohner und das Nagetier konnten die Wartezeit bis zum Abschluss der Arbeiten in einem bereitgestellten Bus der VAG verbringen. Ob und wann sie in ihre Wohnungen zurück können, wird sich im Laufe der Nacht herausstellen. Zum Einsatz kamen zwei Löschzüge (Einsatzkräfte der Wachen 1-4) samt Sonderfahrzeugen und Einsatzleitung der Feuerwehr Nürnberg (37 Einsatzkräfte), 4 Rettungswägen, 1 Krankentransportwagen, 2 Notärzte, die Sondereinsatzgruppen Betreuung und Behandlung, die Einsatzleitung Rettungsdienst, die Polizei, die VAG und die N-Ergie Gas und Strom.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe aufgenommen.
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Einsatzfotos: News5
Bericht: Pressestelle BF Nürnberg
Verletzte nach Bränden - aktueller Ermittlungsstand der Kriminalpolizei
Nürnberg 30.10.2011 - Innerhalb weniger Stunden ereigneten sich heute in Nürnberg zwei schwere Brände in Gostenhof und im Bleiweißviertel. Die Brandfahnder der Kriminalpolizei geben erste Ermittlungsergebnisse zur Schadenshöhe und zur Brandursache bekannt. Gegen 02:15 Uhr war im Keller eines Anwesens in der Austraße im Nürnberger Stadtteil Gostenhof ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr rettete insgesamt 13 Bewohner unter Einsatz von Leitern und einer Drehleiter, vier von ihnen mussten durch den alarmierten Rettungsdienst in eine Klinik transportiert werden. Die Brandfahnder der Nürnberger Kriminalpolizei übernahmen noch in der Nacht die Ermittlungen vor Ort. In dem frei zugänglichen Kellerraum waren neben Kleidung auch Farben und Lacke gelagert.
Vieles deutet derzeit darauf hin, dass das Feuer durch Brandstiftung verursacht wurde. Die Elektroinstallation des Anwesens wurde stark in Mitleidenschaft gezogen, der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere zehntausend Euro. Die Bewohner konnten zwischenzeitlich zum Teil wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Im Zusammenhang mit den oben genannten Ereignissen wird auch auf die beiden Pressemeldungen der Berufsfeuerwehr Nürnberg hingewiesen.
Bericht: Polizeipräsidium Mittelfranken